First step: Bedingungsloses ALG II

BVerfG, 1 BvL 10/10 vom 18.7.2012 stellt fest: Art. 1 Abs. 1 GG in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip des Art. 20 Abs. 1 GG garantiert ein Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums (vgl. BVerfGE 125, 175). Art. 1 Abs. 1 GG begründet diesen Anspruch als Menschenrecht. Er umfasst sowohl die physische Existenz des Menschen als auch die Sicherung der Möglichkeit zur Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen und ein Mindestmaß an Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben. Das Grundrecht steht deutschen und ausländischen Staatsangehörigen, die sich in der Bundesrepublik Deutschland aufhalten, gleichermaßen zu.

Im gleichen Urteil wurde festgelegt, daß Asylbewerbern bedingungslos (sie dürfen ja weder arbeiten noch müssen sie Auskünfte machen) ein menschenwürdiges Existenzminimum zusteht.
Und das BVerfG hat dieses auch gleich festgelegt. Je nach Regelbedarf sind dies 80 oder 90% des ALG-II-Satzes.

So weit, so gut. (wirklich!)

Aber nun stellt sich die Frage, warum Bezieher von HIV erst einen kompletten Striptease über ihre Vermögens-, Lebenspartner- und Verwandtschaftsverhätnisse machen müssen. Warum sie jede Arbeit annehmen müssen.
Ansonsten werden ihre Bezüge gestrichen. Bis auf Null. Auch für mehrere Monate.

Wir erinnern uns, was oben steht: Das Grundrecht steht deutschen und ausländischen Staatsangehörigen … gleichermaßen zu.

Bei der jetzigen Praxis wird der Asylbewerber benachteiligt, weil er gar nicht arbeiten darf, obwohl er es vielleicht gern möchte. Oder etwas mehr Geld zur Verfügung haben möchte.

Aber auch der ALG-II-Bezieher wird benachteiligt.
Er muß datenmäßig komplett strippen und muß jede sozialversicherungspflichtige Arbeit annehmen. Egal, ob er dann als Friseur 40 Stunden für knapp 5 Euro arbeiten und trotzdem aufstocken muß.
Macht er das nicht, wird ihm HIV zusammengestrichen – bis weit unter die Grenze, die das BVerfG als menschenwürdiges Existenzminimum definiert hat.

Als logische Konsequenz aus diesem Urteil folgt, daß das ALG II nicht unter 80% des Regelsatzes gekürzt werden darf.
Und da dann der Verwaltungsaufwand höher ist als die Ersparnis, kann man das ALG II auch gleich (und billiger) bedingungslos auszahlen.
Der erste Schritt zu einem bedingungslosen Grundeinkommen.

So sehe ich das.

Dateien gpg-verschlüsseln

Mit Nautilus (Gnome), Konqueror (KDE) und Explorer (Windows) scheint das ja kein Problem zu sein.

Nun benutze ich aber Thunar. xfce unter Arch-Linux.
Und hatte erhebliche Probleme, eine Anleitung zu finden.

Deshalb hier von mir als n00b, wie man bei Thunar eine benutzerdefinierte Aktion einrichten kann, um Dateien mittels GPG zu verschlüsseln.

Meistens will man seine Dateien so verschlüsseln, daß man sie nur selber öffnen kann.
Die benutzerdefinierte Aktion hat dann den Befehl:

gpg -e -r 0xgpg-key %f

Dadurch bleibt allerdings die Originaldatei bestehen. Also brauchen wir:

gpg -e -r 0xgpg-key %f && rm -f %f

Die Datei wird verschlüsselt und die Originaldatei gelöscht.

Entschlüsseln wollen wir aber auch. Verschlüsselte Dateien, die man nicht öffnen kann, sind doof:

terminal -x gpg -o %n.entschlüsselt -d %f

Ein Terminalfenster öffnet sich, in dem man seine Passphrase eingeben muß und schon hat man die Datei wieder. Entsprechend gekennzeichnet mit der Endung „entschlüsselt“.

Ein Sonderfall ist, wenn man zum Beispiel einem Bekannten vertrauliche Daten per USB-stick übergeben soll. Oder eine Email schicken will, in der nur der Anhang verschlüsselt ist.
Dazu lautet der Befehl:

terminal -x gpg -e %f

Ein Terminal öffnet sich und man muß die user-ID eingeben. Es reicht auch, die möglichst vollständige Mail-Adresse.
Leider reicht z.B. „h“ nicht. Es wird nur die erste Adresse mit „h“ angezeigt, z.B. hans.mayer@… Es gibt keine Auswahl. Will man für Heinz Mayer verschlüsseln, muß man zumindest „he“ eingeben. Je mehr Adressen im Adreßbuch sind, umso genauer muß man die Eingabe machen.
Voraussetzung ist natürlich, daß man den Empfänger-Key importiert hat.
Bei dieser Verschlüsselung bleibt die Originaldatei erhalten (auf dem TrueCrypt-gesicherten Computer 😉 )

Und wichtig:
Diese Befehle funktionieren nur, wenn man terminal installiert hat. Andere Terminals brauchen andere Befehle und evtl. auch andere Parameter als „-x“, um sie ausführbar zu machen!
Auch wichtig:
GPG kann keine Ordner verschlüsseln. In dem Fall muß man den Ordner erst zu einer Datei machen. Am einfachsten geht das durch ein Komprimierprogramm. Ich wandle meine Ordner erst in eine rar-Datei um.

Sollte ich etwas vergessen haben, etwas falsches erzählt haben, bitte ich um Rückmeldung.
Wie gesagt, ich bin n00b und suche nach Lösungen. Dies ist mein erster Versuch, auch anderen zu helfen.

Update:
Falls der Lebensgefährte wirklich hartnäckig ist (oder $Geheimdienst heißt), ist rm nach dem Verschlüsseln natürlich nicht sicher genug.
Dann installiert man wipe. Dadurch wird die Datei nicht nur gelöscht (bzw. der Pfad zur Datei), sondern auch noch überschrieben, so daß eine Rekonstruktion auch mit forensischen Mitteln nicht mehr möglich ist.
Der Befehl lautet dann:

gpg -e -r 0xgpg-key %f && wipe -f -Q X %f

-Q X ist optional. Standardmäßig wird die Datei 4x überschrieben. Paranoiker können X auch etwas höher stellen 😉