Bahnhofsvorplatz

Das neue Tor zur Stadt sollen die Sedelhöfe werden.

Und dann ist man auf der Ausschußsitzung im Gemeinderat zum Bahnhofsvorplatz.

Und muß sich schon wundern.
Wenn die Sedelhöfe das Tor zur Stadt sein sollen, dann wohl von Westen, vom Bahnhof her.

Jetzt ist da aber ein kleines Hindernis zwischen Stadt und Bahnhof – die Friedrich-Ebert-Straße. Oder wie ich sie nenne, die Avus von Ulm.
Eine vier- (wenn man die Busspuren mitrechnet sogar sechs-) spurige Straße, die bevorzugt für Beschleunigungsrennen genutzt wird. Von einer Ampel zur nächsten.

Im Rahmen dieser Sitzung wurde natürlich auch die Verringerung der Fahrspuren auf zwei angesprochen.
Ich sage ganz klar – das ist wichtig für Ulm. Der Bahnhof darf nicht von der Fußgängerzone und dem Münster abgeschnitten bleiben. Ein Tor zur Stadt sieht anders aus!

Es gibt offensichtlich auch Gutachten, daß diese Rückbauung der Friedrich-Ebert-Straße keine verkehrstechnischen Probleme bereiten würde.
Das interessiert aber Herrn Bühler von der FWG wenig – er findet es nur nervig über dieses Thema zu sprechen, obwohl laut Protokoll vom 5. Februar der Gemeinderat sich für vier Spuren ausgesprochen hat.
Als ob der Gemeinderat keine Entscheidungen des Gemeinderats aufheben könnte.

Den Vogel schoß aber Herr Keppler von der CDU ab.
Er will eine vierspurige Straße zum Bahnhof mit Kurzparkzone, um schnell aus Ulm wegzukommen.
Wenn es ihm in Ulm nicht gefällt – können wir dann eine verkehrsberuhigte Friedrich-Ebert-Straße haben, sobald er weg ist?
So long and thanks for the fish. Soll er weg – schnell.

So sehe ich das.

Update:

Inzwischen werden ja für die Sedelhöfe die Häuser direkt an der Friedrich-Ebert-Straße abgerissen – mit dem Nebeneffekt, daß diese wegen der Bauarbeiten auf eine Spur verengt werden mußte.
Das scheint für die Herren Gemeinderäte aus CDU, FWG und FDP kein Problem zu sein.

Semsakrebsler

Ich muß ehrlich gestehen, den Ausdruck kannte ich auch nicht. Ich bin hochdeutsch aufgewachsen. Aber laut Carsten ist das eine mehr oder weniger freundliche Bezeichnung für den Söflinger Wein.

Und natürlich gibt es dazu eine echt wahre Geschichte!

Legendär ist ja die tiefe Freundschaft, die Söflingen und Ulm verbindet. Noch heute hängen am Tag der Eingemeindung die Flaggen in Söflingen auf Halbmast. Und der Tourist, der in Söflingen erzählt, wie schön er Ulm findet, kommt in den Genuß tiefster Verachtung.

Auf jeden Fall waren Ulm und Söflingen noch 2 eigenständige Gemeinden als die Ulmer diese Kirche da bauten. Das Münster.
Und konnten sich schon damals nicht ganz so gut leiden.

Aber schon vor Camp David gab es Menschen, die Entspannungspolitik betrieben und so beschloß der Söflinger Gemeinderat, ein paar Fässer des heimischen Weines nach Ulm zu schicken, um den Bau des Münsters zu unterstützen.

Und was mußte ein Söflinger sehen als er ein paar Tage später zu der Baustelle kam?
Da mischten diese Ulmer doch tatsächlich den Wein in den Mörtel!

Aufgebracht suchte er den Bauleiter auf und fragte, was das denn bitteschön solle. Der Wein sei dafür gedacht, die Arbeiter bei ihrer schweren Arbeit zu erfrischen. Und wieso er denn so verschwendet werde.

Die Antwort des Ulmer:

Woisch, Kerle, eier Wei, der isch so sauer, der zieht sogar dr Mörtel zwischa de Stoi zam!

(Wissen Sie, mein Freund, Euer Wein ist so sauer, daß er sogar den Mörtel zwischen den Steinen zusammenzieht!)

Und das ist die Geschichte vom Söflinger Nordhang – von der Sonne verschont.

Ich liebe mein Ulm.

Grüne Straßennamen

Die Ulmer Grünen haben ein neues Thema für das Sommerloch entdeckt.

Straßennamen

Es gibt zu wenig Straßen in Ulm, die nach Frauen benannt sind.
Oder man mensch erkennt nicht, daß sie nach einer Frau benannt sind. So soll der Merianweg zukünftig Maria-Merian-Weg heißen.

Außerdem müssen Straßennamen klarer sein, mensch muß erkennen können, welch bedeutende Frau der Straße ihren Namen gab.
So soll aus der Olgastraße die Königin-Olga-Straße werden.
Dumm nur, daß damit wohl auch die wenigsten etwas anfangen können. Bei Olga würde ich jetzt auf eine norwegische Königin tippen. Also dann schon konsequent, liebe Grüne: Königin-Olga-von-Württemberg-Straße!

Meiner Meinung nach dürfen sich solche Erklärungen aber natürlich nicht nur auf Frauen erstrecken. Welcher Karl war das denn da mit der Karlstraße? (Der Mann von Olga.)

Nimmt mensch dann noch den Vorschlag der Berliner Grünen hinzu, bei Straßen, die nach Männern benannt werden, gleich die Ehefrauen mitzuehren – statt Mendelssohnplatz Eheleute-Mendelssohn-Platz oder Fromet-und-Moses-Mendelssohn-Platz – sehen unsere Straßenschilder wohl bald so aus:

Straßenschild
(Willkürliches Beispiel – in Ulm gibt es keine Adenauerstraße)

Selbstverständlich müssen bei Adenauer beide Ehefrauen mit auf das Schild.

Spaß beiseite – wer will so etwas?
Ich habe früher in der Ökonomierat-Fischer-Straße gewohnt. Wie froh waren alle Anwohner als die endlich in Fischerstraße umbenannt wurde. Ganz gleich nach wem die benannt wurde. Oder ob derjenige einen Titel hatte, Männlein oder Weiblein war.

So sehe ich das.

Edith sagt: Natürlich war Adenauer Oberbürgermeister von Köln.
Aber das hatte auf dem Schild keinen Platz mehr 😉

Die NSA und IM Friedrich

Erstmal zur Klarstellung: IM steht selbstverständlich für Innenminister.
Nicht daß einer auf abwegige Ideen kommt.

Aber ein paar Worte würde ich doch gerne mit IM Friedrich wechseln.
Weil der war ja da jetzt in den USA und wollte mit diesen Tacheles reden von wegen diesem Schnüffelprogramm namens Prism.

Als gute Freunde haben die USA ihm erklärt, daß sie jetzt da ganz voll das mit der Transparenz machen wollen.
Und haben Klein-Hans-Peter erzählt, daß sie das ganz dolle brauchen.
Weil damit tun sie diese bösen Terroristen verhindern tun.

Und das hat Hänschen-Klein dann auch so in Deutschland staatsmännisch vorgetragen.
45 Terroranschläge haben die Schnüffel-Amis verhindert. Fünf davon in unserem geliebten Heimatlande.
Und viele Menschenleben gerettet. Auch deutsche!
Unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung wurde gerettet. Unser Rechtsstaat. Weil edle Motive.

Und genau hier muß ich doch fragen:

-Hassknecht-
SAG MAL, DU **** *******, WAS GLAUBST DU DENN FÜR EINEN ****** ERZÄHLEN ZU KÖNNEN?
WO IST DENN EIN(!) BEWEIS FÜR DEINE ATTENTATE?
WER WURDE WEGEN WELCHEM VERGEHEN ANGEKLAGT?
RAUS MIT DER SPRACHE, LÜGENPACK!
-/Hassknecht-

Lieber IM Friedrich, ich würde Sie bitten, mir diese Fragen zu beantworten, danke.