Laserbrief zum Kommentar von Klaus Nachbaur

Für Klaus Nachbaur mögen ja die komischen Seiten beim Skandal um die Festsetzung eines Lebenspartner eines Journalisten und die versuchte Beweismittelvernichtung beim Guardian überwiegen. Aber schauen wir uns die Fakten an.
Der Guardian wurde offensichtlich vom Geheimdienst ihrer Majestät dazu angewiesen, nichts an die Öffentlichkeit kommen zu lassen – auf direkten Befehl des Premierministers Cameron. Deshalb schrieb der Chefredakteur Alan Rusbridger den Beitrag auch im öffentlich zugänglichen Teil des Blogs des Guardian – nicht in der Zeitung selbst.
Und ich würde doch gern wissen, wie Klaus Nachbaur darauf reagieren würde, wenn man seinen Lebenspartner für 9 Stunden verhören würde.
Oder seine Rechercheergebnisse mit dem Hammer bearbeitet.
Vielleicht handelt aber Herr Nachbaur nach dem Motto (frei nach Martin Niemöller): Als sie die investigativen Journalisten holten, habe ich geschwiegen. Ich war ja kein investigativer Journalist.

Ich dachte ja, dieser Eingriff in die Pressefreiheit, in die 4. Kraft der Demokratie, würde einen Aufschrei der Betroffenen erzeugen – aber dem scheint nicht so. Traurig.
Traurig, wenn nicht mal mehr die Presse Cojones hat.

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