Fragen an die Hauptabteilung Stadtplanung, Umwelt und Baurecht

Ich habe vor ein paar Tagen ein paar Fragen bezüglich Bahnhofsplatz 6 und der Unterführung zwischen Bahnhof und Stadt an die Hauptabteilung Stadtplanung, Umwelt und Baurecht der Stadt Ulm gestellt.

Die Antwort-Email enthält die Warnung

Hinweis: Diese Email enthält vertrauliche Inhalte. Die Weitergabe an unberechtigte Personen ist nicht erlaubt.

Deshalb wird hier auf die Nennung des Namens des Mitarbeiters der Stadt als wohl einzig vertraulichen Inhalt verzichtet.

Die Antworten:

* Wem gehört die Passage?
Zu eigentumsrechtlichen Fragen können aus Gründen des Datenschutzes grundsätzlich keine Angaben gemacht werden.

* Wird sie gesperrt, wenn McDonald’s abgerissen wird?
Derzeit wird ein Konzept erarbeitet, wie das Gebäude Bahnhofplatz 6 (vormals Mc Donalds) abgebrochen werden soll. Der Abbruch wird in den nächsten Monaten erfolgen. Voraussichtlich wird auch der Zugang zur Bahnhofspassage von der Bahnhofstraße her für einen gewissen Zeitraum gesperrt werden.

* Bleibt die Passage danach gesperrt?
Eine Sperrung ist nur insoweit und so lange erforderlich, wie dies die Sicherheit der Baustelle erfordert. (Hierzu wird in Kürze eine Pressemeldung veröffentlicht werden)

Zu den folgenden Fragen kann aus heutiger Sicht keine belastbare Aussage getroffen werden, da sich das Projekt Bahnhofsgarage derzeit noch in der Vorplanungsphase befindet.

* Wie lange? Umbau, Bau der Sedelhöfe, Tiefgarage…?
* Wer zahlt den Umbau der Passage?
* Was kostet der Umbau die Stadt? Eventuell in Vorleistung?
* Wie lange dauert der Umbau?
* Wie sieht solange der Übergang zwischen Bahnhof und Innenstadt aus?
* Zu welchem Projekt gehört die Unterführung? City-Bahnhof, Sedelhöfe, Tiefgarage…?

Die erste Antwort legt den Schluß nahe, daß die Unterführung nicht der Stadt Ulm gehört. Mit welchem Recht sollte die Stadt im Zeitalter des von Bürgermeister Czisch ausgerufenem Ulm 2.0 dem Souverän verschweigen, was ihm gehört?
Hier fragt sich dann cui bono? Wer profitiert? Und wer zahlt.

Die zweite Antwort ist insoweit interessant, daß es offensichtlich noch gar kein Konzept gibt. Jetzt steht die Baustelle seit Monaten still und es gibt immer noch keinen Plan.
Dies erklärt auch, warum der Abriß von Bahnhofsplatz 6 erst von Januar auf Februar verschoben wurde, und jetzt die Antwort kommt, daß er in den „nächsten Monaten“ erfolgen wird.

Die dritte Antwort ist einfach nichtssagend. Sedelhöfe, der Ausgang der Unterführung und die Neugestaltung der Unterführung gehören zusammen. Das geht gar nicht anders.
In Verbindung mit der Aussage, daß zu den restlichen Fragen keine belastbare Aussage getroffen werden kann, zeigt dies eindeutig die Plan- und Konzeptlosigkeit der Stadt Ulm.
Obwohl das Projekt Sedelhöfe dem Zeitplan um Monate hinterherhinkt, hat die Stadtverwaltung keine Ahnung, wie es weitergehen soll.
Es wird immer offensichtlicher, daß die Herren Gönner, Czisch und Wetzig die Stadt Ulm vollkommen unbedacht in ein finanzielles Abenteuer im dreistelligen Millionenbereich getrieben haben.

Der einzig logische Ausweg ist ein sofortiger Stop dieses Dilettantismus und ein Neu-Anfang als Gesamtplan City-Bahnhof, Unterführung und Sedelhöfe. Und zwar mit Bürgerbeteiligung von Anfang bis Ende.

So sehe ich das.

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Ein Gedanke zu „Fragen an die Hauptabteilung Stadtplanung, Umwelt und Baurecht

  1. Pingback: Planlos in Ulm | PiratLaser

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