Die Grünen Ulm und die OB-Wahl

Rathaus Ulm
König Ivo I. dankt ab und Ulm braucht einen Oberbürgermeister.
Das ist nach 24 Jahren Ivo Gönner auch mal angebracht. Hatte er Ulm in der Vergangenheit durchaus gut verwaltet, hat man doch in letzter Zeit gemerkt, daß er nicht mehr… ganz auf Höhe der Zeit ist. Und sich mit seiner Basta-Politik als Alleinherrscher aufspielt.

Ich habe schon lange gesagt, daß ich an Gönners Stelle nicht mehr antreten würde, um den Ruf nicht gänzlich zu zerstören.
Verunsichert wurde ich nur kurz, als sein Partei-Spezi Martin Rivoir sich als Landtagskandidat aufstellen ließ. Der wußte bestimmt schon im März, ob Gönner noch einmal kandidiert. Aber so ist er halt der Martin – da kandidiert man halt sicherheitshalber auf 2 Posten. Klappt es mit dem OB nicht, kann man immer noch in den Landtag gehen. (Beides zusammen ist ausgeschlossen.) Machtpolitiker halt.

Jedenfalls hat er noch am Tag der Abdankung Gönners seine Kandidatur bekannt gegeben. Ebenso wie Anja Hirschel von den Piraten.
Der 1. Bürgermeister Czisch von der CDU ziert sich noch und mimt Bescheidenheit. Er will seine Entscheidung „aus Respekt vor Gönner“ erst nach dessen letzter Schwörrede bekannt geben. Dabei weiß doch jeder, wie geil er auf den Job ist. Schleimer halt.

Freie Wähler und FDP erklärten, daß sie keine eigene Kandidaten in’s Rennen schicken, die Linke blieb wie immer stumm.

Was machen die Grünen?
Die schienen total überrascht von der Nicht-Kandidatur Gönners zu sein und davon, daß man selbst dann antreten darf.
Sie erklärten, daß sie noch nicht wissen, ob sie mit einer eigenen Kandidatin an den Start gehen. Ja, das „in“ ist wichtig, keinesfalls darf es ein Mann sein.
Und schon kurz darauf ließen sie verlauten, daß sie die perfekte Kandidatin für den OB haben. Kommt aus dem Alb-Donau-Kreis, mehr ist streng geheim.
Dann hat die aber abgesagt. Doof das.

Aber die Grünen brauchen doch eine eigene Kandidatin, sonst müßten sie ja die Kandidatin der Piraten unterstützen, da ja grundsätzlich Frauen zu bevorzugen sind.
Das geht natürlich gar nicht, obwohl in der Grünen Fraktion Ulm³ mit Denise Niggemeier eine Piratin sitzt.

Schnell kamen die 2 üblichen Verdächtigen in’s Spiel.
Annette Weinreich und Birgit Schäfer-Oelmayer.
Annette hatte entweder den Anstand, nicht als 2. Wahl anzutreten, oder war sich klar, daß sie innerhalb der intern stark verstrittenen Grünen keine Chance auf die notwendige Unterstützung hat.
Nicht so Frau Schäfer-Oelmayer.
Sie sieht sich selbstverständlich nicht als 2. Wahl, sie ist die beste Wahl zum Oberbürgermeister von Ulm.
2. Wahl? Von was denn? Frau Schäfer-Oelmayer, Oberbürgermeister-Wahl ist in Baden-Württemberg eine reine Personenwahl. Jeder kann kandidieren, keine Partei kann einen Wahlvorschlag einreichen. Wenn Sie davon überzeugt sind, die beste Wahl zu sein, warum haben Sie gewartet?
Wieso erklärten Sie sich erst als die Grünen verzweifelt eine Kandidatin gesucht haben?

Das ist eine reine Alibi-Kandidatur.
Um nicht den „Bündnis-Partner“ in der Gemeinderatsfraktion, Piratenpartei / UlmHoch3, unterstützen zu müssen.
Das ist erbärmlich.

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