Flüchtlinge

Jetzt kommt ein Text, ich habe nichts gegen Flüchtlinge, aber…
Ob Euch das paßt oder nicht.

Klar ist, daß eine Menge Menschen nach Deutschland kommen. Die neueste Schätzung geht von 800,000 für dieses Jahr aus.
Asylanten, Kriegsflüchtlinge, Wirtschaftsflüchtlinge, Immigranten.
Das ist ein Prozent der Bevölkerung dieses Landes. Dieses reichen Landes – das auch meiner Meinung nach zu viel Geld für falsche Zwecke ausgibt.

In meinem sozialen Umfeld wird viel gefordert.

Als erstes sichere Wege der Flüchtlinge nach Europa und Deutschland. Verständlich wenn man sieht, wieviele Menschen z.B. im Mittelmeer ertrinken oder in Lastwagen ersticken. Jeder Tote ist einer zuviel.
Nur wird dadurch die Zahl der Menschen, die jährlich nach Deutschland kommen, weiter ansteigen. Vorsichtig geschätzt auf das Doppelte.

Abschiebung und Ausweisung darf natürlich nicht stattfinden.

Damit haben wir in 5 Jahren eine Steigerung der Bevölkerung um 10 Prozent. Und jetzt schon um die 10 Prozent, die Sozialhilfe oder ALG II beziehen.
Ich weiß natürlich, daß längst nicht alle, die nach Deutschland kommen, ungebildet oder ohne Qualifikation sind. Und ich bin dafür, daß ausländische Qualifikationen leichter in Deutschland anerkannt werden, die derzeitige Praxis ist untragbar.
Aber auch um die gut ausgebildeten Leute in Arbeit zu bringen, bräuchten wir ein Wachstum der Wirtschaft, das schlicht unrealistisch ist. Und das ja eben von den Menschen abgelehnt wird, die am liebsten jeden aufnehmen würden.

Ich hätte gern von diesen Leuten Berechnungen, wie der Staatshaushalt in 5, 10 und 20 Jahren aussehen soll. Ihr könnt gerne verschiedene Modelle des BGE einfließen lassen. Ich habe da keine Idee.
Und ja, der Staatshaushalt ist Realität.

No nations, no borders ist eine schöne Vision, an der man arbeiten muß – aber das liegt noch weit in der Zukunft. Zur Zeit erleben wir das Gegenteil, weltweit werden die nationalistischen (und auch vermeintlich religiösen) Strömungen stärker. Wir (Deutschen) brauchen also gar nicht damit rechnen, daß uns jemand bei der „Flüchtlingsfrage“ hilft.

Ich habe leider keine Ahnung, wie man diesen Zwiespalt zwischen Humanität und dem Zusammenbruch des Sozialstaats lösen kann.
Nur eins ist klar – Asyl ist ein Menschenrecht. Das Beschneiden des Asylrechts, wie es auch schon gefordert wird, ist nicht tolerabel.

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2 Gedanken zu „Flüchtlinge

  1. „Aber auch um die gut ausgebildeten Leute in Arbeit zu bringen, bräuchten wir ein Wachstum der Wirtschaft, das schlicht unrealistisch ist.“

    Ist es das? Wenn wir die Flüchtlinge nicht in Ärmlichen Verhältnissen halten, sondern bspw. Ausbilden (Schule, Beruf, Akademisch, …) und in Arbeit vermitteln, weil wir von vornherein davon ausgehen, dass sich die Situation nicht von heute auf morgen bessert haben wir nicht nur „Mäuler die gefüttert“ werden müssen, sondern gleichzeitig auch „Mäuler die dafür bezahlen gefüttert zu werden“. Und eben nicht nur gefüttert. Momentan geht es pro Person um einen Umsatz von ein paar hundert Euro. Ein bisschen klägliche Miete, ein bisschen klägliches Futter, wird schon passen. Was darüber hinausgeht läuft über Spenden – 2nd hand, statt Sachen wegwerfen und ähnliches.

    Was ist wenn wir jedem dieser Flüchtlinge nicht 300 sondern 3000 Eur in die Hand drücken? Wenn wir akzeptieren, dass er hier nicht nur 2 Tage sondern eher „viele Jahre“ verbringen wird?
    Wenn wir ihm ermöglichen weit über die bisherigen Optionen hinaus zu konsumieren – Wohnung, Mobiliar, Auto, Spielzeug, Schmuck, … Von Grundbedarf bis Luxus durch eigene Leistung.

    Nehmen wir an deine These sei richtig – dann möge uns Gott vor einem Kinderschub bewahren, denen müssen wir nicht 1 Jahr unsere Sprache beibringen, die müssen wir zwischen 16 und 30 Jahren ausbilden. Das kann sich kein Land der Welt leisten…

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