Scribus, Transparenz und pdf

Scribus Logo
Ich gestalte für Die PARTEI Ulm und für den Oberbürgermeister-Wahlkampf von Anja Hirschel in Ulm Flyer, Visitenkarten, Plakate usw.
Als Layout- bzw. DTP-Programm nehme ich dafür Scribus.

Scribus hat mehrere Vorteile gegenüber anderen Programmen wie z.B. InDesign oder QuarkXpress.
Am offensichtlichsten sind natürlich, daß Scribus nichts kostet und es auch auf Linux- und Unix-Rechner läuft.

Was ich allerdings vermisse, ist die Möglichkeit, Transparenzen druckfähig zu machen.
Druckereien wollen im Allgemeinen PDFs mit den Spezifikationen x-1a oder x-3. Und da klappt das nicht – obwohl (das teure) Adobe Acrobat das anscheinend kann. Und es bei Export zu pdf 1.5 auch in Scribus funktioniert.

Das sieht dann so aus.

Gewünschtes Ergebnis

Tatsächliches Ergebnis

Doof das.

Was tun?
Ich habe für mich jetzt einen ganz dirty Workaround erschaffen.
Ich erstelle das Dokument ganz nach den Vorgaben der Druckerei, mache ihn komplett fertig. Dann speichere ich ihn und entferne alles außer dem Hintergrundbild und den Transparenzen. Das wird jetzt unter anderem Namen gespeichert und als Bild exportiert.
Und dieses Bild nehme ich dann als Hintergrundbild für das ursprüngliche Dokument, aus dem ich dann das ursprüngliche Hintergrundbild und die Transparenzen entferne.

Ursprünglicher Hintergrund

Fertiges Dokument

Neuer Hintergrund

In Scribus 1.5 kommt jetzt (endlich) auch der Schlagschatten, auf den wohl die Gestalter von PARTEI-Plakaten gewartet haben.
Da mache ich das auch so – denn der verschwindet beim PDF-Export genauso, weil mit Transparenzen gearbeitet wird.
Wenn man den PARTEI-Name ändern will (nur echt mit Schatten!), macht man sich ein Bild mit Schlagschatten, das man dann einfügt – einfach über das urprüngliche Wort legen bis es paßt.

Dann stimmt natürlich die rote Farbe nicht mehr – genauso wie das Orange beim Piraten-Logo. Trotz Inkscape oder Gimp mit seperate.
Ich mache einfach die entsprechende Farbe mit Gimp transparent und setze die Hintergrundfarbe des Bilds in Scribus richtig 😉

Und ich hätte absolut nichts dagegen, wenn mir jemand eine einfachere Methode zeigen würde!

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3 Gedanken zu „Scribus, Transparenz und pdf

  1. Adobe Acrobat arbeitet mit der sogenannten Transparenz-Reduzierung (Flattening).
    Das wurde bei Scribus auch seit 2009 diskutiert, aber die Entwickler haben sich dagegen entschieden. Dafür beherrscht die Entwicklerversion 1.5.1 das neue Format PDF / X-4, das Transparenz erlaubt.
    Jetzt müssen nur noch die Druckereien X-4 verarbeiten können^^

  2. Hallo Laser,

    hast du es schon mal mit
    gs -o output.pdf -sDEVICE=pdfwrite -dCompatibilityLevel=1.3 Test.pdf
    probiert? Wenn man Ghostscript anweist, eine PDF-Version zu benutzen (im Beispiel 1.3), die keine Transparenzen unterstützt, reduziert Ghostscript die Transparenzen.

    Gruß

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