Ulmer Museum

Ulmer Museum
Ich kann mit Kunst und Kultur nichts anfangen.
Ich verstehe es einfach nicht.
Das war die Warnung zum Blogpost.

Ich glaube durchaus, daß manche Künstler sich richtig Gedanken gemacht haben, bei der Komposition ihrer Werke.
Das letzte Abendmahl von Leonardo da Vinci – da erkenne sogar ich die Linien im Raum, die alle auf Jesus Christus zeigen. Die Lücke links von Christus sagt bestimmt auch was aus. Aber die Ausführung, mit Pinsel auf einer Wand, ist für mich überholt. Wie Musikkassetten.

Bei Musik ist es mir sowas von egal, welche künstlerischen Elemente W. A. Mozart verwendet hat. Oder Tschaikowsky. Der eine gefällt mir, der andere nicht. Punkt.
Und meistens höre ich dann doch Queen, Heavy Metal oder J.B.O.

Ich halte nichts von Gedichten. Ich lese lieber Stephen King als Friedrich Schiller. Und es interessiert mich nicht, wie irgendwelche Literaturkritiker King bewerten.

Diese rostenden Metallskulpturen, die heutzutage als Kunst gelten und überall rumstehen – ich kann rein gar nichts mit ihnen anfangen.
Unser aller erste Schweißversuche haben so ausgesehen.

Ok, Ihr merkt es, ich merke es, Kunst liegt im Auge des Betrachters.
Falsch. Ich weiß, daß manche Fernsehserie keine Kunst ist – und ich schaue sie trotzdem lieber als ein Theaterstück.

Sind archäologische Funde Kunst?
Ich denke nicht. Manches mag zwar Kunst sein – der Löwenmensch bestimmt. Aber Knochen und Tonscherben bestimmt nicht. Das wird aber auch in Museen gezeigt.

Apropos Museen – Ulm hat auch ein Museum.
WTF?
Klar das Deutsche Brotmuseum. So eine Art Satire auf Museen? Brotmuseum. Ich lache hart.
Wie? Noch ein anderes Museum?
Ja. Ein ganz normales.
Wo das ist, habe ich mitbekommen als es eine Diskussion gab, ob es unterirdisch erweitert werden soll. Und eine Louvre-artige Pyramide auf dem Marktplatz bekommen soll.
Aha, es ist an der Ostseite vom Marktplatz. Good to know.
Bezeichnend aber die Großmannsucht in Ulm. Eine Glaspyramide. Wie in Paris. Als künstlerischer Kontrapunkt zur Glaspyramide der neuen Bibliothek.

Über die Erweiterung und die Pyramide wird immer noch diskutiert!
Aber erstmal gibt es andere Probleme.
Eine ziemlich gute Aufstellung der Probleme mit der Museums-Führung (haha. Wortwitz) gibt es bei der Südwest Presse.
Gabriele Holthuis wurde vor ihrer Kündigung praktisch auch noch entmachtet, indem man ihr Richard Nann als Verantwortlichen für Finanzen und Personal vor die Nase setzte.

Jetzt wurde der Vertrag mit Frau Holthuis auf ihren Wunsch aufgelöst.
Den Ausschlag gab schlußendlich ein verweigerter Zuschuß von 300,000 Euro für das Museum, um das Defizit auszugleichen.

300,000 Euro. Ist das viel? Ist das wenig?
Im Juni 2015 hat das Museum 125,000 Euro für ein Relief ausgegeben.
125,000 Euro. Für ein Stück.
Ich vermute, 300,000 Euro sind nicht viel für Kunst. Aber für ein Museum. Für Einnahmen durch Besucher.

Und zu Besuchern muß mir eine Frage gestattet sein – wieviele sind das überhaupt? Pro Jahr? Und was wird durch diese erwirtschaftet?
In der Presse ist immer nur zu lesen, daß die Zahlen erschreckend niedrig sind.
Was heißt das? Durchschnittlich 2 Besucher pro Tag? 10? 100?

Und dann muß die Frage gestattet sein – was für eine Art von Museum ist das Ulmer eigentlich?
Ein archäologisches? Ein künstlerisches? Ein Ulmer?
Ich war noch nie drin, aber was ich so lese, will es von allem ein bißchen sein.

Ist so ein Universal-Provinz-Museum überhaupt auch nur annähernd vertretbar?
Würde eine Marketing-Strategie was helfen?
Ein Museum ohne Geschichte. Ein Museum, das maximal Mittelmaß präsentiert. Ein Museum, das niemand kennt.
Für mich kommt es auf die Anzahl der Besucher an. Geld ist nicht alles – aber Kunst auch nicht.

So sehe ich das.

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