Die Grünen und die CDU

Das ist schon eine lustige Sache hier in Baden-Württemberg.
Auch wenn innerhalb der grünen Partei die Losung ausgegeben wurde, daß Ministerpräsident Kretschmann vor der Landtagswahl im März nicht beschädigt werden darf, ist er doch nicht unumstritten.

Intern wird der MP vor allem für seine Flüchtlingspolitik kritisiert, die durchaus auch in der CDU mehrheitsfähig wäre.
Jetzt ist es aber so, daß die Grünen im Land keine Machtoption haben, da die SPD in den Umfragen von Tiefpunkt zu Tiefpunkt voran schreitet.
Außer natürlich, die Grünen koalieren mit der CDU.
Ob die CDU das will, hängt natürlich von mehreren Faktoren ab.
Ich gehe davon aus, daß noch eine gewisse Schamfrist besteht, bevor sie mit der AfD koaliert. Dann kommt es darauf an, ob es zusammen mit der FDP für eine Mehrheit im Landtag reicht. Klar, je kleiner der Koalitionspartner, umso mehr eigene Ziele kann man durchsetzen.
Aber da die CDU derzeit in den Umfragen auch nicht so gut da steht, könnte es gut auf eine große Koalition hinauslaufen – die in BaWue keine große Koalition wäre.
Oder eben Schwarz-Grün.

Und der MP Kretschmann ist – zusammen mit dem Tübinger OB Palmer – ganz vorne dabei, sich an die CDU ranzuwanzen.
Der Kretschmann, der von großen Teilen der grünen Basis wegen seiner CDU-nahen Politik abgelehnt wird. Der wird sich nach eigener Aussage aus der aktiven Politik zurückziehen, sollte er nicht wieder Ministerpräsident werden.
Aber er hat die grüne Partei auf eine Koalition mit der CDU vorbereitet.
Und die wird diese Koalition eingehen! Es geht um Geld und Posten – Entschuldigung, natürlich um Umsetzung grüner Politik und der Vollendung grüner Projekte, die unter Grün-Rot begonnen wurden.
Dafür gibt es dann die Ministerien Soziales, Familie, Gesundheit, Umwelt, Migration oder so.
Und den Kretschmann sind sie los. Der ist ja so konservativ.

Was wirklich lustig ist, ist daß die Grünen ob mit oder ohne Kretschmann erzkonservative Politik machen werden.
Entweder um ihren MP nicht zu beschädigen oder aus parlamentarischen Zwängen.

So sehe ich das.

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Ein Gedanke zu „Die Grünen und die CDU

  1. Die Grünen haben ihren Marsch durch die Institutionen beendet und sind genau so geworden, wie die, die sie immer bekämpft haben. Stockkonservativ, autoritär, paternalistisch, in weiten Kreisen fortschritts- und technikfeindlich, kapitalistisch, bürgerfeindlich, freiheitsfeindlich sind sie geworden. (Was auf so gut wie alle Parteien zutrifft).

    Grüne Politik – in dem Sinne – gibt’s nicht mehr. Die Standpunkte der Grünen sind in fast allen Belangen von den großen Parteien adaptiert worden, oder wurden durch die Realität/Sachzwänge verwässert. Gewählt werden die Grünen vor allem, weil sie gute PR machen und ein „ökologisches Gewissen“ verkaufen. In den Anfangstagen ging es noch um Frieden und Ökologie (so habe ich sie erlebt und auch gewählt), aber inzwischen ist davon kaum noch was übrig.

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