Fakenews-Abwehrschlacht

In der „Zeit“ kam heute ein Sieben-Stufen-Plan zur Cyber-Abwehr der russischen Fakenews-Offensive.
Fefe hat auf seinem Blog schon die Autoren untersucht. Danach kann man eigentlich nur sagen, daß das versuchte Wahlmanipulation der Transatlantiker ist.

(Am besten parallel mit dem „Zeit“-Artikel lesen. Bei Änderungen sind diese auch fett markiert.)

Spätestens seit der amerikanischen Präsidentschaftswahl wächst in Deutschland das Bewusstsein dafür, daß Wahlverlierer russische Einflußnahme als Grund für die Wahlniederlage vorschieben. Wie die „Journalisten“ der „Zeit“ auf die Idee kommen, daß das US-amerikanische Wahlsystem besonders demokratisch legitimiert ist, lassen sie dabei offen. So schreibt doch die „Zeit“ selbst von der undemokratischen Demokratie.

Die Diskussion, wie unsere Demokratie besser gegen solche Angriffe geschützt werden kann, ist überfällig. Es bedarf einer möglichst umfassenden Abwehrstrategie, die die russischen, US-amerikanischen, türkischen usw. usf. Absichten und Einflussmöglichkeiten bei den Wahlen in Deutschland transparent macht und wirksame Reaktionen ableitet.

Dem Kreml, Langley, Erdoğan… bietet sich mit der anstehenden Bundestagswahl eine Gelegenheit, die deutsche Politik im Innern so durcheinanderzuwirbeln, dass Deutschlands äußere Fähigkeit beschädigt wird, eine gemeinsame und werteorientierte Politik des Westens zu gestalten – gegenüber Russland und allgemein.

In vielem erinnern die Methoden dabei an jene, die die Geheimdienste KGB und Stasi, CIA, Transatlantiker, DiTiB… jahrzehntelang im Westen praktizierten. Dabei verfolgen Moskau, Washington, Istanbul… eine abgestufte Strategie:

• …möglicherweise…
• • …vermutlich…
• • …steht zu erwarten…

• Erstens sollte Deutschland diesem Problem mit einem Wahrheitsministerium (Minitrue) entgegen treten, das bestimmt, was Falschinformationen und Cyber-Attacken sind. Das Ergebnis der juristischen Verfolgung kommt sowieso erst nach der Wahl.

• Zweitens bedarf es einer klaren Übereinkunft aller demokratischen Parteien, sich allen Einmischungen gegenüber nicht opportunistisch zu verhalten. Und da wird es schwierig…

• Drittens sollen sich alle Parteien darauf verständigen, sich nur innenpolitisch, also untereinander, zu streiten. Außenpolitik ist doch vollkommen unwichtiger Quatsch!

• Viertens brauchen wir zumindest in den Gebieten, in denen einzelne Parteien keinen Fuß auf den Boden kriegen, eine Einheitspartei. Man könnte sie Sozialchristlichdemokratische Einheitsökopartei Deutschlands (SED) nennen.

• Fünftens muß sich die bundesdeutsche Politik und Debatte sehr viel stärker der türkischsprachigen Gemeinde im Lande widmen als bislang. Der starke Einfluss türkischer Staatsmedien und DiTiBs in dieser großen Bevölkerungsgruppe ist politisch brisant und letztlich ein Hindernis zur besseren Integration der Türkischsprachigen.

• Sechstens müssen alle demokratischen Parteien in den sozialen Netzwerken ihre Gegenpropaganda verstärken.

• Siebtens brauchen wir dringend das Minitrue – unterstützt durch entsprechende ausländische Ministerien. (Ja, da mußte ich auch laut lachen.)

Zusammengefaßt läßt sich sagen, daß die zwei Autoren der „Zeit“ den neuen Kalten Krieg mit ihrem Schwarz-Weiß-Denken und ihrer einseitigen Verteufelung weiter befeuern möchten.
Das ist Wahlmanipulation im Sinne Washingtons vom Allerfeinsten!

Und was hilft jetzt wirklich gegen Wahlbeeinflußung (so es sie denn wirklich geben sollte)?
Es ist ganz einfach: Parteien, Politiker, Medien (auch die „Zeit“) müssen schlicht glaubwürdiger werden. Wenn man sieht, wie ganz aktuell heute die Grünen im Landtag NRW ihr Umfallen beim Ausstieg aus der Braunkohle nicht dokumentiert sehen wollten, weiß man, warum Politikern nicht geglaubt wird. Und wenn man in der Presse nichts vom Umfallen, sondern nur von Filmaufnahmen findet, wird der Presse auch nicht mehr geglaubt.
Und dann darf man sich nicht darüber wundern, wenn sich Menschen „Informationen“ woanders besorgen. Egal, wie wirr diese sind.

So sehe ich das.

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Ein Gedanke zu „Fakenews-Abwehrschlacht

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