Gesundheitssystem gaga

Ich brauche eine Parodontose-Behandlung.

Zwingend erforderlich ist dabei vorher eine professionelle Zahnreinigung durchzuführen.
Sonst kommt es trotz oder gar wegen der Behandlung gleich wieder zu Parodontose (Ich bin kein Fachmann, so hat es mir inzwischen der zweite Zahnarzt erklärt).

Jetzt wird von den Krankenkassen die Parodontose-Behandlung problemlos gezahlt – nicht jedoch die Vorbehandlung.
Je nach Einkommen wird da nur ein Teil dazu gezahlt. Für den Patienten bleibt ein Eigenanteil in Höhe von ca. 50 bis 100 Euro.
Und jetzt ganz unabhängig davon, ob ich das Geld habe oder nicht (ich habe es nicht) – das ist einfach nur verrückt.

Das ist so, wie wenn man eine schöne große Wunde nur verbindet ohne sie vorher zu reinigen.
Oder das gebrochene Bein eingipst ohne vorher die Knochen zu richten.
Möglich, aber sinnlos bis kontraproduktiv.

Der Zahnarzt kann jetzt eine Parodontose-Behandlung ohne Zahnreinigung machen.
Macht er aber aus gutem Grund nicht.
Erstens weil er weiß, daß das nichts bringt – und zweitens weil wenn bei mir dann innerhalb von zwei Jahren(!) wieder Parodontose auftritt, er das Geld für die Behandlung komplett der Kasse zurückzahlen muß.

Was heißt das jetzt für mich?
Parodontose.
Was heißt das jetzt für meine Krankenkasse?
Zusatzkosten für die Folgeschäden.

Win-win, oder?

So sehe ich das.

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