Münsterscanning

Münsterscanning
Auch wenn das keine echt wahre Geschichte meiner Oma ist, die mich niemals anlügen würde, gehört sie in die Rubrik „Ich liebe mein Ulm“.

Zum 125-jährigen Jubiläum der Fertigstellung des Hauptturms des Ulmer Münsters, dem höchsten Kirchturm der Welt, hat die Stadt einen Wettbewerb ausgeschrieben, wie man das Ereignis entsprechend würdigen kann.
Gewonnen hat das „Münsterscanning“ des Stuttgarter Künstlers Joachim Fleischer.
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Ulmer Schild

Ulm hat natürlich auch ein Stadtwappen, den Ulmer Schild.

Das ist in seiner Schlichtheit richtig hübsch mit Schwarz oben und Weiß unten. Oder nach korrekter Heraldik Schwarz-Silber.
Das ist so wie bei Schwarz-Rot-Gold. Da ist das Gold ja eigentlich auch gelb. Mit dem Unterschied, daß in Ulm das Silber halt weiß ist.
Das ist sehr schwäbisch-sparsam, weil so reicht für offizielle Schreiben der Stadtverwaltung ein Schwarz-Weiß-Drucker.

Aber wie kam es zu dieser Farbwahl?
Hier die echt wahre Geschichte!

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Metzgerturm

Auch Ulm hat einen schiefen Turm. Nicht ganz so schief wie der in Pisa, aber fast.

Jetzt ist es natürlich nicht so, daß die Ulmer zu doof sind, einen geraden Turm zu bauen oder auf festen Untergrund zu achten. Und deshalb hier jetzt die echt wahre Geschichte.

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Semsakrebsler

Ich muß ehrlich gestehen, den Ausdruck kannte ich auch nicht. Ich bin hochdeutsch aufgewachsen. Aber laut Carsten ist das eine mehr oder weniger freundliche Bezeichnung für den Söflinger Wein.

Und natürlich gibt es dazu eine echt wahre Geschichte!

Legendär ist ja die tiefe Freundschaft, die Söflingen und Ulm verbindet. Noch heute hängen am Tag der Eingemeindung die Flaggen in Söflingen auf Halbmast. Und der Tourist, der in Söflingen erzählt, wie schön er Ulm findet, kommt in den Genuß tiefster Verachtung.

Auf jeden Fall waren Ulm und Söflingen noch 2 eigenständige Gemeinden als die Ulmer diese Kirche da bauten. Das Münster.
Und konnten sich schon damals nicht ganz so gut leiden.

Aber schon vor Camp David gab es Menschen, die Entspannungspolitik betrieben und so beschloß der Söflinger Gemeinderat, ein paar Fässer des heimischen Weines nach Ulm zu schicken, um den Bau des Münsters zu unterstützen.

Und was mußte ein Söflinger sehen als er ein paar Tage später zu der Baustelle kam?
Da mischten diese Ulmer doch tatsächlich den Wein in den Mörtel!

Aufgebracht suchte er den Bauleiter auf und fragte, was das denn bitteschön solle. Der Wein sei dafür gedacht, die Arbeiter bei ihrer schweren Arbeit zu erfrischen. Und wieso er denn so verschwendet werde.

Die Antwort des Ulmer:

Woisch, Kerle, eier Wei, der isch so sauer, der zieht sogar dr Mörtel zwischa de Stoi zam!

(Wissen Sie, mein Freund, Euer Wein ist so sauer, daß er sogar den Mörtel zwischen den Steinen zusammenzieht!)

Und das ist die Geschichte vom Söflinger Nordhang – von der Sonne verschont.

Ich liebe mein Ulm.

Ulmer Spatz

Jedes Dorf, jede Region, jedes Land hat sein Wappentier.
Meist etwas Großes, Furchteinflößendes. Löwen sind sehr beliebt. Und Adler. Adler von den USA über die BRD und Preußen bis hin nach Russland.
Drachen von China bis Schottland. Alles starke Tiere.

Und Ulm hat den Spatz.

Wieso einen Spatz?

Ganz einfach. Es kommt nicht nur auf Muskeln und Zähne an, sondern vor allem auf den Grips.

Und mir Ulmer sen halt so clever wie a Spätzle!

Aber woher kommt das?
Dazu gibt es eine echt wahre Geschichte aus dem 14. Jahrhundert.

Damals haben die Ulmer diese schicke Kirche gebaut. Das Ulmer Münster.
Und da diese Kirche etwas größer werden sollte als andere Kirchen, brauchte man natürlich auch größeres Bauholz.
Einmal haben die Bauherren dann einen besonders schönen und großen Baum gefunden und gefällt.
Allerdings hat der dann nicht durch das Stadttor gepaßt.
Was tun? Die Stadtmauer einreißen? Ungern.
Und wenn man den Stamm aufgerichtet hat, war das Tor eindeutig zu niedrig.
Ratlosigkeit machte sich breit.
Sollte man den Stamm zersägen?
Aber man brauchte doch lange Bäume.

So saßen die Ulmer mit ihrem schönen, langen Stamm auf der falschen Seite der Stadtmauer und überlegten.
Was tun?
Und während sie so da saßen, beobachtete einer der Arbeiter einen Spatz.
Dieser Spatz flog mit einem Strohhalm auf sein Nest zu.
Und am Eingang des Nests nahm er den Strohhalm – längs!
Und konnte so den Halm ins Nest bringen.

Aufgeregt teilte der Arbeiter dies seinen Kollegen mit.
Und siehe da – wenn sie den Baumstamm längs nahmen, paßte er auch durch das Stadttor!

Seitdem sind die Ulmer schlau wie Spatzen. Und stolz darauf!
Der Spatz ist das Wappentier der Stadt Ulm geworden – und hat sogar einen Ehrenplatz auf dem Dach des Mittelschiffs des Münsters.

Ich liebe mein Ulm.