Correctiv und die Zensur

Laut Wikipedia ist Correctiv eine kleine, gemeinnützige GmbH, die als Recherchezentrum für Journalisten tätig sein soll.
Bekannt geworden ist sie durch die Zusammenarbeit mit Facebook, für das sie „Fakenews“ korrigieren soll.

Laut eigener Aussage wird dabei von Correctiv nicht zensiert, sondern nur die „richtige“ Wahrheit zu den Posts dazugeschrieben.
Das an sich ist schon eine schwierige Sache, gerade wenn es nicht um Wissenschaft geht (Die Aussage ist falsch, da Wasser nachweislich bei 100°C kocht), sondern z.B. um Politik oder Religion (Die Aussage ist falsch, weil Gott XY das gar nicht gesagt hat).

Aber jetzt hat David Schraven von Correctiv die Maske endgültig fallen lassen.
Eine Milliarde will er für seine Hinterhof-Firma.
Natürlich öffentlicher Gelder.
Um Wächter (sic!) zu sein.

Interessant ist dabei die Begründung.
Am Anfang schreibt er noch, daß es darum geht, Falsch- oder Desinformationen richtig zu stellen. Wir alle wollen ja, daß wir die Wahrheit erfahren und uns nicht von unqualifizierten Hobbyjournalisten ohne Anstand ins Bockshorn jagen lassen.
Die Wahrheit, die Nachrichten nur noch nach einer eingehenden Prüfung erfahren? Finanziert durch staatliche Gelder? Wie nennt man das doch gleich? Ich hab’s gleich.
Ja, das ist Zensur.
Keine Rede mehr davon, daß es keine Zensur ist, weil es ja nicht von staatlicher Seite geschieht, sondern „nur“ von einem Defacto-Monopolisten. Nein, ganz offen soll der Staat, sollen die Kommunen Correctiv bezahlen.
Und die Hand, die einen füttert, die beißt man nicht.
Der Hand, die einen füttert, versucht man zu gefallen.

Und dann kommt Begründung Nummer zwei.
Ein kompletter Themenschwenk.
Wir brauchen guten Journalismus – und deshalb eine Milliarde Euro – um die öffentliche Hand zu überwachen.
Kein Wort mehr davon, daß es darum geht, „Fakenews“ zu bekämpfen. Herr Schraven will mehr als ein halbes Prozent der Finanzen der Kommunen, um damit die kommunalen Finanzen zu überwachen. Obwohl es dafür Rechnungshöfe gibt – aber die sind ja Teil der Verwaltung.
Und Correctiv will von diesen Kommunen bezahlt werden, die sie überwachen.
Die Hand, die einen füttert…
Wenn sie ihre Arbeit richtig machen, müßten sie also erst einmal die Steuerverschwendung anprangern, eine Milliarde Euro in ein überflüssiges und ineffektives Projekt zur Überwachung der kommunalen Finanzen zu stecken.

Correctiv ist nur ein weiterer Versuch, ohne Anstrengung Geld zu machen.

Und David Schraven ist offensichtlich ein unqualifizierter Hobbyjournalist ohne Anstand.

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Ein Gedanke zu „Correctiv und die Zensur

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